02.14.09

Blackoutwitted

BusskelettHeute ist zwar Sams­tag und dazu noch Valen­tins­tag, aber das hält leider keinen Kunden in Malay­sia davon ab, eine noch ganz drin­gende Ver­bes­se­rung in einer Anlage umzu­set­zen. Gesagt – getan. Fast zumin­dest. Denn als gerade der Test­lauf begin­nen sollte, gab es leider einen Strom­aus­fall, der dazu führte, dass die kom­plette Fabrik lahm­ge­legt wurde. Und es war sicher nicht meine Schuld!  Trotz­dem wurde des­halb der Test auf Sonn­tag ver­tagt, was bedeu­tet dass ich morgen mir auch wieder dort die Ehre geben darf. Wochen­end­ar­beit ist nicht schön. Aber was macht man nicht alles für die lieben Kunden.

Genting Highlands 010.jpgAber wenigs­tens hat der Strom­aus­fall zu einer Pause geführt in der ich den Lars anru­fen konnte, denn der alte Schwede Däne 30-sten. Ganz schön alt – ab jetzt musst lang­sam auf deine Gesund­heit achten! Aber egal La(r)s(s) es heute mal so rich­tig krachen!

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02.8.09

Einen Monat ist es her

…,dass ich aus Augs­burg in Rich­tung Kuala Lumpur, Malay­sia auf­ge­bro­chen bin. Ich habe in den letz­ten vier Wochen doch schon eini­ges hier in Malay­sia erlebt und denke es ist an der Zeit mal darüber nach­zu­den­ken was ich am meis­ten aus Deutsch­land ver­misse und was ich hier in an Malay­sia am Liebs­ten mag.

Begin­nen wir mal mit den Dingen die ich hier vermisse:

  • Meine Freunde, die im Moment zu Hause sitzen
    Eigent­lich macht man sich es doch immer Recht ein­fach und man sieht seine Freunde als selbstverständlich an. Ist man jedoch man einige Zeit von Ihnen getrennt – dann merkt man wie sehr man seine Freunde eigent­lich schätzt. Ihr fehlt mir wirk­lich ein wenig.
  • Mein Piano und meine Gitarre
    Nor­ma­ler­weise spiele ich nach­dem ich zu Hause bin jeden Tag etwas Kla­vier oder Gitarre. Leider geht das im Moment nicht und ich merke wie es mir jeden Tag in den Finger juckt ein biss­chen zu klim­pern. Was gibt es bes­se­res als die Nach­barn mit fal­schen Kla­vier­ak­kor­den die glei­chen Schmer­zen, wie beim Zahn­arzt bei­zu­brin­gen. Unbe­zahl­bar.
  • Bier­chen am Abend
    Bier­chen am Abend kann man zwar auch hier bekom­men – aber mal ganz ehr­lich – Malay­si­sches (auch Chi­ne­si­sches, Sin­ga­pu­ri­sches (?)) Bier ist ein­fach nicht das Selbe. Mal ganz zu schwei­gen davon, dass man hier kein Weizen oder auch Pils bekom­men kann. Cock­tails sind auch keine wirk­li­che Option, da sie eigent­lich nur in der Innen­stadt von Kuala Lumpur zu bekom­men sind. Naja – drei Monate fast tro­cken ist auch nicht so schlimm.
  • Tief­ge­hende Gespräche und Dis­kus­sio­nen
    Eng­lisch ist ja schön und gut. Aber leider lassen sich hier kaum tiefer gehende Gespräche und Dis­kus­sio­nen führen. Ich denke, dass durch in der, doch sehr unter­schied­li­chen, malay­si­sche Kultur Dis­kus­sio­nen und tiefgründige Gespräche nur selten Platz finden. Har­mo­nie ist oft obers­tes Gebot des­halb wird offene Kritik und Kon­fron­ta­tion fast immer ver­mie­den oder nur sehr zag­haft zum Aus­druck gebracht . Des­halb ist es schwer mit Malay­si­ern eine gute Dis­kus­sion zu führen, da sie zwar ihre Mei­nung haben, aber die bes­ten­falls nur sehr verdünnt und wohl dosiert preis geben.

Und was habe ich an Malay­sia zu schätzen gelernt:

  • (Echtes) Asia­ti­sches Essen
    Also auch wenn es nicht jeder mag. Ich mag Asia­ti­sches Essen. Egal ob Indisch, Chi­ne­sisch, Japa­nisch oder Ori­gi­nal Malay­sisch – man bekommt es hier und das auch noch für einen Spott­preis nach europäischen Maßstäben. Man muss zwar in Kauf nehmen, dass man nicht jedes mal so genau weiß was man isst, aber  die Devise lautet “Was einen nicht umbringt macht einen nur härter”
  • Offen­heit und Freund­lich­keit
    Ras­sis­mus und Ras­sen­hass ist in Malay­sia nur sehr selten anzu­tref­fen. Zwar gibt es auch Schub­la­den­den­ken, aber die Men­schen hier gehen trotz­dem sehr offen und tole­rant mit­ein­an­der um. Man muss hier auch mal ausdrücklich sagen, dass Malay­sia ein isla­mi­sches(!) Land ist und trotz­dem sehr welt­of­fen ist. Außerdem haben die Malay­sier keine Scheu auch gegenüber den weißen Lang­na­sen. Ein biss­chen selt­sam ist es aber schon wenn einen der Taxi­fah­rer nach dem Befin­den der Mutter und gleich­zei­tig nach dem Gehalt fragt.
  • Krea­ti­ves Chaos
    Sei es der Ver­kehr, die Urlaubs­pla­nung, die Abend­pla­nung, das Bestel­len in einem der Res­torans oder ein­fach nur das alltägliche Arbeits­le­ben – alles ist ein wenig chao­ti­scher und weni­ger regle­men­tiert als zu hause in Deutsch­land. Es kann schon mal vor­kom­men, dass man das fal­sche Essen vor­ge­setzt bekommt oder dass ein Kunde sich vor Ort dann ent­schei­det die Repa­ra­tur selbst vor­zu­neh­men. Habe ich den Ver­kehr erwähnt – Auf­pas­sen muss man ja schon, dass man nicht im wörtlichen Sinne unter die Räder gerät. Rote Ampeln haben meis­tens nur Ori­en­tie­rungs­wert – mehr aber auch nicht. Aber wenn man sich mal ange­passt hat, genießt man es rich­tig, dass hier nicht alles bis zum letz­ten durch­re­gu­liert ist.
  • Wetter, damit meine ich, fast jeden Tag 30°C+
    Wetter ist immer so eine Sache. 30°C sind ja eine schöne Sache wenn man sich nur faul  die Sonne auf den Bauch schei­nen lässt. Muss man aber bei den Tem­pe­rea­tu­ren (körperlich) arbei­ten ist es manch­mal schnell vorbei mit der Freude über das schöne Wetter. Aber soviel mich angeht mag ich die Sonne im Moment mehr als es mir gut tut. Ich hatte schon den einen oder ande­ren Sonnenbrand.  Außerdem denke ich, dass das son­nige Wetter hier auch die Laune erheb­lich ver­bes­sert und so jeder ganz all­ge­mein ein biss­chen ent­spann­ter ist. Und mal ganz ehr­lich – lieber einen Son­nen­brand der sich gewa­schen hat als schlei­chende Win­ter­de­pres­sion.
  • Tau­chen
    Tja was soll ich dazu sagen, die meis­ten werden die Bilder hier gese­hen haben und ich denke ich muss gar nicht mehr all zu viele Worte darüber ver­lie­ren. Kurz gesagt, aus Malay­sia werde ich ein neues Hobby mit nach Hause brin­gen. Viel­leicht trete ich sogar einem Tauch­ver­ein bei. Ich bin immer noch abso­lut begeis­tert (und hoffe ich komme noch­mal zum Tau­chen in den nächsten Wochen).

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01.7.09

Bye Bye Bayern

noheton@nucli.de hat ein Foto gepostet:

Bye Bye Bayern

Tschüss Leberkäs – Auf Wie­der­se­hen Obst­ler – Bis dann Weizen. Das letzte Weizen am Flug­ha­fen hinterlässt einen leicht bit­te­ren Nach­ge­schmack. Ich werd’ dich ver­mis­sen. *Schnüff* Aber viel­leicht ent­de­cke ich in Kuala Lumpur was Neues.
– Camera phone upload powered by ShoZu

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01.7.09

Tick Tack – Warten nervt

noheton@nucli.de hat ein Foto gepostet:

Tick Tack - Warten nervt

Das Gewarte bis heute Abend auf den Abflug geht mir gehörig auf den Zeiger. Lang dauert es aber nicht mehr. Auf­ge­passt Malay­sia! Der Flo ist im Anmarsch.
– Camera phone upload powered by ShoZu

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