Hard rocking nights
Gestern Abend hat mich Eric ausgeführt. Er meinte er kennt eine ganz tolle deutsche Kneipe und da müssen wir mal ein Bier trinken gehen. Gesagt getan. Also hat Eric mich nach der Arbeit eingepackt und wir sind losgefahren. Ich erwartete, dass die Kneipe irgendwo in der Nähe meines Hotels liegt. Aber weit gefehlt – die Kneipe war mitten in Kuala Lumpur. “War” ist übrigens richtig – da war die nämlich vor einem Jahr, aber leider hatte sie mittlerweile dicht gemacht. Kein Problem, immerhin sind wir ja mitten in Kuala Lumpur – nicht weit vom KLCC und den Petronas Towers entfernt – da sollte sich ja noch was auf tun.
Und das hat es auch. Zu erst ging es in das Hard Rock Cafe Kuala Lumpur um sich erst mal für den Kommenden Abend mit einem gewaltigen Bacon Burger zu stärken. Danach haben wir uns ein paar Bierchen an der Bar gegönnt und ein bisschen die ausgestellten Instrumente und Sammlerobjekte von bekannten Musikern bewundert. Auch ein kurzer besuch im Rock Shop war Pflicht ,um ein wenig in dem relativ teurem Merchandising Kram zu stöbern – Verdammt, bin wieder mal in die Merchandising Falle getappt. Aber wir hatten noch lange nicht genug.
Weiter ging es im Beach Club. Dieses Lokal hat eine gewisse Reputation. Liest man darüber wird einerseits die interessante und relaxte Atmosphäre hervorgehoben aber andererseits fallen auch Wörter wie “Pick up joint No. 1“ und “meat market“. Und siehe da die Reiseführer haben recht an der Bar konnte man sich von Captain Jack Sparrow Jägermeister einschenken lassen und sich dann bei gemütlichen Reggae Beats einer Liveband namens “Thunderstorm” (für mich klingt der Bandname eher nach finnländischem Powermetal als Reggae) von dem Schnaps erholen. Zum Thema “meat market” kann man sagen, dass ich in den knapp zwei Stunden dort mehrere eindeutige Angebote und ein paar Bauchkrauler erhalten habe. Augenkontakt und ein Lächeln genügen schon, um einen kurzen Small Talk und mehr loszutreten. Man muss aber betonen, dass die Mädels dort nicht für Geld “arbeiten“, sondern versuchen sich einen Europäer als Boyfriend zu angeln.
Die letzte Station auf unserem Streifzug durch das Nachtleben von Kuala Lumpur war die Lobby des Hotel Concorde, dort haben wir, bei den last order Bieren, noch ein paar weiteren Live/Cover/Playback Bands zughört, die von grottig bis großartig eingestuft werden konnten. So oder so ein wirklich klasse Abend – leider mit etwas Nachwirkung – *Gähn*
02.5.09age++
Was kann man an seinem Geburtstag abends in Malaysia machen. Tja man kann damit anfangen erst mal ordentlich essen zu gehen. Noch besser, man lässt sich ein Essen organisieren. Auf Grund meiner mangelhaften malaysisch und chinesisch Kenntnisse – geschweige denn Tamil - hat Wong mir geholfen ein gutes Restaurant auszuwählen und zu reservieren. Und was für eins – zwar war die Einrichtung des Restaurants eher einfach gehalten, jedoch war das Essen echt gut.
Nach dem gewaltigen Hauptgang, der sich unter anderem aus Fisch, Schweinefleisch, Tofu, Gemüse und natürlich Reis zusammensetzte folgte dann der Nachtisch. Kuchen – zwar gekauft aber trotzdem sehr lecker. Janet hat sogar an die Kerzen gedacht und steckte diese dann schnell auf die Kirsch-Sahne-Schokoladenstreusel Kalorienbombe. Zwei große Kerzen für die Zehner und sieben kleine für die Einser. Ich kann ja gut verstehen, dass 27 Kerzen auf dem Kuchen schon etwas aufwändig geworden wären.
Nachdem das alles verputzt war musste natürlich erst mal ein Gruppenfoto her. Leider mussten sich zu diesem Zeitpunkt einige Leute verabschieden, da sie noch einen längeren Heimweg hatten. Nichtsdestotrotz sind wir dann noch los, um um die Häuser zu ziehen. Das erste “Etablissement” auf unserem Nachtprogramm war “The Beach Club” – Wong meinte, dass er dort schon mal wär und dass der Laden ganz nett wäre.
Leider war er das letzte mal vor zwei Jahren dort und der Laden war schon ziemlich heruntergekommen. Zwar konnte man dort Bier bestellen und es gab auch eine Karaokemaschine, aber die allgemeine Atmosphäre des Ladens war nicht so prickelnd. Also haben wir nur schnell ein Bier gekippt und haben uns danach schnell entschlossen und eine andere Location zu suchen .
Gesagt, getan. Also zurück ins Auto auf in Richtung Kuala Lumpur. Als ich fragte wohin es denn geht bekam is als Antwort nur “Pyramid“. Wie sich nach kurzer Fahrt herausstellte, war damit die Sunway Pyramid Mall gemeint. Den Namen hat sie durch die haufenweise ägyptisch-anmutende Wandzeichnungen , mit denen diese Mall sich schmückt. Unser Ziel war innerhalb der Mall “Club Celona“, warum genau dort hin. Nun ja – sagen wir mal es war “Ladies Night“. Den Rest des Abends haben also dann mit Tanzen, Flirten und ein paar Bierchen verbracht. Wer jetzt auf Fotos der “Ladies” hofft, den muss ich leider enttäuschen, da nach dem letzten Foto leider die Batterie meiner Kamera aufgegeben hat.
Trotz Allem gilt aber weiter:
Mein Geburtstag und alle weiteren verpassten Geburtstage werden, sobald ich wieder zurück bin, ordentlich nach inszeniert und dabei begossen. Wer das hier jetzt als Drohung versteht, hat den Ernst der Lage erst wirklich erfasst.








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