Chinese House Warming
Da meine Firma gerade erst ein neues Gebäude in Malasia bezogen hat, war es Zeit eine ordentliche Einweihungszeremonie zu halten. Teil dieser Zeremonie war auch die “Beschwörung guter Götter” in dem in dem Schrein, der auf dem Gelände liegt. Es wurde gebetet und Opfergaben dar gebracht, um die Götter milde zu stimmen. Manchmal denke ich, dass das auch nötig ist, da leider das dach bei starkem Regen etwas durchlässig ist. Aber was will man sagen, wenn gute Geister über das Gebäude wachen.
KL, baby
Endlich habe ich es mal nach Kuala Lumpur geschafft. Und was soll ich sagen – das Stadtzentrum KLCC ist echt beeindruckend. Nicht zuletzt auch wegen der gewaltigen Petronas Towers.
Aber fangen wir mal von vorne an. Gestern früh gegen 9:30 hat mich Eng Lee eingepackt und ist mit mir in Richtung Kuala Lumpur losgezogen. Schon auf der Hinfahrt hat sich ein gewaltiges Panorama von Häuserschluchten angedeutet. Jedoch verschwand das erst mal an der Oberfläche, da wir in der beeindruckenden Tiefgarage unter dem KLCC (Kuala Lumpur City Center) parken mussten. Nachdem es dann mit dem Lift wieder an die Oberfläche ging landeten wir erst mal mitten in der Suria Mall. Da gibt es wirklich alles zu kaufen – Elektronik, Souvenirs, Sportgeräte, Spirituosen , Zigarren und bergeweise Klamotten – inklusive aller großen europäischen Designer Labels. Da wir aber nicht zum Einkaufen da waren ging es erst mal zu der Ausgabestelle der Tickets für die Petronas Towers Skybridge. Zu früh gefreut – Alle Tickets für den heutigen Tag waren schon ausgegeben – Grummel. Naja muss ich wohl doch noch mal wieder kommen.
Aber nichtsdestotrotz machten wir uns erst mal auf den Weg zu dem, an das KLCC angeschlossenen Park. Mein erster Gedanke war “Puh, ganz schön warm hier“. Im gleichen Moment passierte uns aber auch eine tief keuchende Lokomotive von Jogger der dort Bahnen zog. Für die kleine Enttäuschung mit dem verschobenen Besuch der Skybridge wurde ich aber mit einem tollen Blick auf die Zwillingstürme von unten entschädigt.
Man kann aber nicht die ganze Zeit nur die Türme anstarren, also war der nächste Programmpunkt ein Besuch in dem bekannten Aquaria-Zoo. Dieser Zoo ist zwar hauptsächlich für seine Aquarien bekannt, bietet aber auch viel Getier was sich so im Regenwald rumtreibt.
Aber auch die restlichen Tiere, vor allem die Haie und Rochen, konnten mich wirklich begeistern.
Man konnte diese durch einen Glastunnel auch von unten beobachten. Und ehrlich gesagt flößt so ein Hai auf eine Distanz von 30cm, noch mehr seine Zähne, einem einen gehörigen Respekt ein, selbst wenn man duch dickes Glas von im getrennt ist.
Die Rochen fand ich klasse, da sie mit einer Eleganz durchs Wasser gleiten, die kaum in einem Bild zu beschrieben ist. Ganz gemütlich gleiten diese Tiere an einem vorbei und strahlen dabie ein Anumt aus, die wahrscheinlich nur in freier Wildbahn sich toppen lässt. Auch wenn ich zuerst skeptisch war, hat sich der Besuch im Aquaria war echt gelohnt und der relativ saftige Eintritt ist sich meiner Meinung nach doch gerechtfertigt.
Nachdem wir mit dem “(Vor)-Fische(n)-Erschrecken” fertig waren haben wir uns erst mal ein leckeres Mittagessen im Chli’s gegönnt – ‘Chön ‘charf war’s. Leider durfte man in der Mall nicht fotografieren, aber das Essen war wirklich ganz großes Tennis. Da die Portion aber doch sehr reichlich geraten war, wurde die Mittagspause kurzerhand mit einem Kaffee in einem der vielen ansässigen Starbucks mit bestem Blick auf die Zwillingstürme ausgedehnt.
Bevor wir den Abend in einer Kneipe ausklingen ließen, hatten wir noch einen Besuch des KL Towers auf dem Programm. Dieser Turm ist fast so hoch wie die Petronas Towers selbst, bietet aber im Gegensatz zur Skybridge auch einen klasse Ausblick auf die Towers selbst. Außerdem darf man bis 22.00 auf den Turm. Auf der Skybridge ist schon um 19.00 Schluss. Deshalb hatte ich die Chance Kuala Lumpur bei Nacht abzulichten. Aber da lasse ich jetzt einfach nur mal ein Paar Bilder sprechen.
Electric Fireworks
Ich denke mal das links abgebildete Gerät ist gleichzeitig eins der “most awesome” und andereseits der dekadentesten Geräte, die man in Malaysia um Chinesisch Neujahr bekommen kann. Ein elektronischer Feuerwerkskörper mit Fernbedienung!
Auf Knopfdruck beginnt das Teil einen Heidenlärm zu machen und gleichzeitig blitzt und funkt es am unteren Ende. Habe ich die Fernbedienung erwähnt? Die hat sogar eine Antenne zum Herausziehen. Ich denke das könnte die Zukunft der krisengebeutelten Feuerwerksindustrie sein. An Silvester braucht man keine Getränkekiste mehr um das Feuerwerk zu starten, sondern nur noch einen Mehrfachstecker oder am besten einen Generator.
Aber mal Spass beiseite. Das Ding hat wirklich eine echte Daseinsberechtigung. In Malaysia ist Feuerwerk erst mal grundsätzlich illegal. Es sei denn, man untersützt die lokale Streife mit einer großzügigen Spende – was gerade in solchen “harmlosen” Bereichen hier Gang und Gebe ist
02.15.09Abenteuer in der Mall
Nachdem wir heute Vor- mittag nach etwa zwei Stunden den Test beim Kunden erfolgreich ab- geschlossen hatten, wurde es Zeit nach einer Beschäftigung für den angebrochenen Nachmittag zu suchen. Eng Hock schlug vor, wir könnten in der Sunway Mall essen und danach noch etwas shoppen gehen. Als wir in der Mall ankamen überraschte mich die angenehme Kühle, die dort einem entgegen wehte. Zuerst dachte ich “Die müssen einen giganto-riesige Klimaanlage haben“. Kurz darauf fand ich aber den wahren Grund für dieses Phänomen heraus. Die haben da eine Eislaufbahn! – In dem vierstöckigen Einkaufszentrum! – In Malaysia! Malaysia, das Land indem 25°C als kalt empfunden wird, hat eine Mall in der man Eislaufen kann. Zu meiner Überraschung stellen sich die Malaysier nicht schlechter an als der Durchschnittseuropäer auf dem Eis.
Danach haben wir dann vorzüglich im – alle Achtung dem Namensgeber: eine Perfekte Symbiose aus Klischee,und Nerdkultur die einmal komplett durch den IBlender von Apple gejagt wurde – chinesischen “Dragon-I” gespeist. Nachdem wir aufgegessen hatten, vertrieben wir uns ein bisschen die Zeit beim bummeln.
Am späten Nachmittag wurde es dann Zeit für einen Kaffee und eine kleine Pause – also schnell in den ansässigen Starbucks, einen “Grande Iced Vanilla Latte” bestellt und auf die Terrasse zum relaxen. In dem Moment fielen mir fast die Augen aus dem Schädel. Die Eislaufbahn, die mich vorher schon überrascht hatte wurde getoppt. An das Einkaufszentrum sind neben einem Hotel gleich drei – drei(!) – DREI – Vergnügungsparks angeschlossen. Der größte davon ist ein Erlebnisbad mit angeschlossenem Spa, die anderen ein “Horror Park” und ein “Rides Park” mit Riesenrad und Autoscootern.
Verdammt, warum haben wir so etwas zu hause eigentlich nicht? Ich meine damit, man könnte von all dem Shoppingstress wunderbar bei einer Massage oder einem Saunagang entspannen. Oder man geht ein wenig Autoscooter fahren, um sich ein wenig abzureagieren, weil wieder alle Anderen zu langsam gelaufen sind. Oder man relaxt einfach ein bisschen auf dem Riesenrad und genießt die Aussicht. Aber nein – wir bekommen zu Hause bestenfalls ein “Danke für Ihren Einkauf. Besuchen sie und Bald wieder.” auf dem Kassenbon.
Blauer Dunst
Mike hat mich vor einigen Tagen mal gefragt, wie das denn mit dem Rauchen hier in Malaysia so läuft Also die Malaysier, wieder mal allen anderen voran die Chinesisch Stämmigen, sind absolute Tabakfans. Fast überall wird geschmökert, was die Lunge hergibt. Sei es vor oder nach dem Essen, bei Einkaufen von Werkzeug in Eisenwarenhandlungen oder auch nur in der Kaffeepause. “Rauchen Verboten“-Hinweisschilder gibt es zwar immer wieder mal anzutreffen, aber diese sind meistens zur Dekoration dort und werden durch den “gesunden Menschenverstand” ausgehebelt. Normalerweise ist aber in geschlossenen Restaurants und Läden, das Rauchen wirklich verboten. Es bedarf ein wenig Fingerspitzengefühl um herauszufinden, wo es in Ordnung ist und wo eben nicht.
Zum Einkauf der Glimmstängel gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es gibt sie wie auch zuhause in Tabakwarenläden, Tankstellen und kleinen Kiosken in den Hawker-Zentren. Automaten, zum schnellen Ziehen zwischendurch, gibt es jedoch nicht. Die Preise für Zigaretten sind, obwohl sie als Luxusgüter hoch versteuert werden, sehr human. Gebräuchliche europäische Marken sind für ca. RM 9.00 (~2 €) zu haben – wer sich experimentierfreudig ist kann sich auch an lokalen Marken für unter RM 5.00 versuchen. Die meisten lokalen Marken sind relativ leicht, aber gerade die indischen Zigaretten enthalten oft zusätzlich Nelkentabak und haben so einen ganz eigenartigen Geschmack.
Trotz allem versuche ich im Moment etwas weniger zu rauchen, da durch die Hitze man meist schon so am Hecheln ist – da muss man nicht unbedingt mit Zigaretten zusätzlich nachhelfen. Trotzdem ist es auch mal ganz nett, bei einem Bierchen, ganz ungezwungen und ohne “schlechtes Gewissen” eine Zigarette in einer Bar anzuzünden.
02.11.09Selbstinspiration
Es gibt Tage, vor Allem da ich versuche jeden Tag was zu schreiben, an denen es einem schwer fällt ein Thema zu finden. Obwohl ich erst einen Monat in Malaysia bin, kommt mir Vieles als nicht mehr “fremd“, sondern fast schon selbstverständlich vor.
Ich denke, ich mache immer noch jeden Tag neue Erfahrungen aber irgendwie stumpft der Sinn für Neues und “Fremdes” ein bisschen ab. Am besten kann ich das an der Anzahl der geschossenen Fotos pro Tag ablesen. Seit drei Tagen habe ich keine neuen Fotos, außer von meiner Hotelrechnung gemacht. Zeit wird’s, dass mal wieder was Neues kommt! Ich versuche, mir selbst klar zu machen, mit offeneren Augen durch die Tage zu marschieren, um vielleicht auch mal ein paar neue Situationen und Denkmuster aufzuschnappen. Denn das ist es, was Lebenserfahrung meiner Ansicht nach ausmacht – das Kennenlernen und die Fähigkeit zur Entdeckung von neuen Perspektiven und Situationen. Inspiration zu finden ist nicht schwer man muss nur warten, bis sie einem in den Schoss fällt, oder man macht sich auf die Suche nach ihr. Ich glaube ja, dass der zweite Weg der erfolgsversprechendere ist.
02.8.09Also Augen auf, Flo!
Jeden Tag passiert hier mehr als du dir vorstellen kannst.
Einen Monat ist es her
…,dass ich aus Augsburg in Richtung Kuala Lumpur, Malaysia aufgebrochen bin. Ich habe in den letzten vier Wochen doch schon einiges hier in Malaysia erlebt und denke es ist an der Zeit mal darüber nachzudenken was ich am meisten aus Deutschland vermisse und was ich hier in an Malaysia am Liebsten mag.
Beginnen wir mal mit den Dingen die ich hier vermisse:
- Meine Freunde, die im Moment zu Hause sitzen
Eigentlich macht man sich es doch immer Recht einfach und man sieht seine Freunde als selbstverständlich an. Ist man jedoch man einige Zeit von Ihnen getrennt – dann merkt man wie sehr man seine Freunde eigentlich schätzt. Ihr fehlt mir wirklich ein wenig.
- Mein Piano und meine Gitarre
Normalerweise spiele ich nachdem ich zu Hause bin jeden Tag etwas Klavier oder Gitarre. Leider geht das im Moment nicht und ich merke wie es mir jeden Tag in den Finger juckt ein bisschen zu klimpern. Was gibt es besseres als die Nachbarn mit falschen Klavierakkorden die gleichen Schmerzen, wie beim Zahnarzt beizubringen. Unbezahlbar.
- Bierchen am Abend
Bierchen am Abend kann man zwar auch hier bekommen – aber mal ganz ehrlich – Malaysisches (auch Chinesisches, Singapurisches (?)) Bier ist einfach nicht das Selbe. Mal ganz zu schweigen davon, dass man hier kein Weizen oder auch Pils bekommen kann. Cocktails sind auch keine wirkliche Option, da sie eigentlich nur in der Innenstadt von Kuala Lumpur zu bekommen sind. Naja – drei Monate fast trocken ist auch nicht so schlimm.
- Tiefgehende Gespräche und Diskussionen
Englisch ist ja schön und gut. Aber leider lassen sich hier kaum tiefer gehende Gespräche und Diskussionen führen. Ich denke, dass durch in der, doch sehr unterschiedlichen, malaysische Kultur Diskussionen und tiefgründige Gespräche nur selten Platz finden. Harmonie ist oft oberstes Gebot deshalb wird offene Kritik und Konfrontation fast immer vermieden oder nur sehr zaghaft zum Ausdruck gebracht . Deshalb ist es schwer mit Malaysiern eine gute Diskussion zu führen, da sie zwar ihre Meinung haben, aber die bestenfalls nur sehr verdünnt und wohl dosiert preis geben.
Und was habe ich an Malaysia zu schätzen gelernt:
- (Echtes) Asiatisches Essen
Also auch wenn es nicht jeder mag. Ich mag Asiatisches Essen. Egal ob Indisch, Chinesisch, Japanisch oder Original Malaysisch – man bekommt es hier und das auch noch für einen Spottpreis nach europäischen Maßstäben. Man muss zwar in Kauf nehmen, dass man nicht jedes mal so genau weiß was man isst, aber die Devise lautet “Was einen nicht umbringt macht einen nur härter”
- Offenheit und Freundlichkeit
Rassismus und Rassenhass ist in Malaysia nur sehr selten anzutreffen. Zwar gibt es auch Schubladendenken, aber die Menschen hier gehen trotzdem sehr offen und tolerant miteinander um. Man muss hier auch mal ausdrücklich sagen, dass Malaysia ein islamisches(!) Land ist und trotzdem sehr weltoffen ist. Außerdem haben die Malaysier keine Scheu auch gegenüber den weißen Langnasen. Ein bisschen seltsam ist es aber schon wenn einen der Taxifahrer nach dem Befinden der Mutter und gleichzeitig nach dem Gehalt fragt.
- Kreatives Chaos
Sei es der Verkehr, die Urlaubsplanung, die Abendplanung, das Bestellen in einem der Restorans oder einfach nur das alltägliche Arbeitsleben – alles ist ein wenig chaotischer und weniger reglementiert als zu hause in Deutschland. Es kann schon mal vorkommen, dass man das falsche Essen vorgesetzt bekommt oder dass ein Kunde sich vor Ort dann entscheidet die Reparatur selbst vorzunehmen. Habe ich den Verkehr erwähnt – Aufpassen muss man ja schon, dass man nicht im wörtlichen Sinne unter die Räder gerät. Rote Ampeln haben meistens nur Orientierungswert – mehr aber auch nicht. Aber wenn man sich mal angepasst hat, genießt man es richtig, dass hier nicht alles bis zum letzten durchreguliert ist.
- Wetter, damit meine ich, fast jeden Tag 30°C+
Wetter ist immer so eine Sache. 30°C sind ja eine schöne Sache wenn man sich nur faul die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Muss man aber bei den Tempereaturen (körperlich) arbeiten ist es manchmal schnell vorbei mit der Freude über das schöne Wetter. Aber soviel mich angeht mag ich die Sonne im Moment mehr als es mir gut tut. Ich hatte schon den einen oder anderen Sonnenbrand. Außerdem denke ich, dass das sonnige Wetter hier auch die Laune erheblich verbessert und so jeder ganz allgemein ein bisschen entspannter ist. Und mal ganz ehrlich – lieber einen Sonnenbrand der sich gewaschen hat als schleichende Winterdepression.
- Tauchen
Tja was soll ich dazu sagen, die meisten werden die Bilder hier gesehen haben und ich denke ich muss gar nicht mehr all zu viele Worte darüber verlieren. Kurz gesagt, aus Malaysia werde ich ein neues Hobby mit nach Hause bringen. Vielleicht trete ich sogar einem Tauchverein bei. Ich bin immer noch absolut begeistert (und hoffe ich komme nochmal zum Tauchen in den nächsten Wochen).
Doch kein Urlaub
Sowas doofes aber auch. Da ich leider erst sehr spät von dem bevorstehenden Feiertag “Thaipusam” erfahren habe und ich die ganze Woche bei einem Kunden seine Roboter wieder flottgemacht habe, habe ich leider keine Zeit gefunden einen Trip zu buchen. Zwar hatte ich kurz Gelegenheit mich über ein paar möglich Ziele zu informieren. Jedoch waren die zu diesem Zeitpunkt entweder schon die in Frage kommenden Hotels oder eben die Flüge dorthin ausgebucht.
Die Alternative besteht nun im Moment darin zu relaxen. Ich habe heute Nacht im Hotel erst mal richtig ausgeschlafen – obwohl ich eigentlich doch recht früh raus wollte. Scheint mir, dass der Serviceeinsatz über die Woche mich mehr geschlaucht hat als gedacht. Aber es war das auch mal ganz nett, einem Kunden aus der Patsche zu helfen.
So oder so – für morgen brauch ich auf jeden Fall noch einen Plan. Vielleicht lässt sich ja einer der Kollegen aktivieren. oder ich fahre zu den Batu caves raus und schaue mir die Pilgermassen an. Mal sehen was sich ergibt.
02.5.09Die Qual der Wahl
Das Reisefieber hat mich schon wieder gepackt. Am kommenden Sonntag ist hier im Bundesstaat Selangor “Thaipusam“.
Dieser indische Feiertag gedenkt zum einem den Geburtstag von Lord Murugan, einer indischen Gottheit, und andererseits des Vorfalls, als Parvati eine Lanze Murugan übergeben hat, damit er den bösen Dämonen Soorapadman besiegen kann.
Hab zwar keine Ahnung was das genau bedeutet, aber indische Mythologie klingt schon ziemlich abgefahren.
Sei’s drum. In Malaysia werden Feiertage, die auf einen Sonntag fallen auf den folgenden Montag verschoben. Da halte ich eigentlich für ein gutes System – andererseits haben Malayen aber deutlich weniger Urlaub als in Deutschland. Das dumme daran ist aber, dass ich davon erst gestern erfahren habe und jetzt mir möglichs schnell ein Ziel in Malaysia für einen Kurztrip suchen muss. Im Moment bin ich mir nicht wirklich sicher wohin ich möchte. Aber Tauchen steht natürlich auch auf der Liste. Andere Ziele wären noch Penang, Langkawi, Melakka und ganz vielleicht Singapur. Für Singapur kenne ich jedoch die Visabestimmungen nicht und ich weiss auch nicht wie das mit meinem Visum für die Wiedereinreise nach Malaysia ist. Ach ja. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich auch mal für ein verlängertes Wochenende Kuala Lumpur unsicher zu machen, aber ich denke das kann ich noch öfters.
Naja – ich denke ich werde schon irgendwo unterkommen. Ich wäre aber auch für ein paar gut gemeinte Vorschläge offen – vielleicht hat ja jemand da draußen die zündende Idee.
02.5.09age++
Was kann man an seinem Geburtstag abends in Malaysia machen. Tja man kann damit anfangen erst mal ordentlich essen zu gehen. Noch besser, man lässt sich ein Essen organisieren. Auf Grund meiner mangelhaften malaysisch und chinesisch Kenntnisse – geschweige denn Tamil - hat Wong mir geholfen ein gutes Restaurant auszuwählen und zu reservieren. Und was für eins – zwar war die Einrichtung des Restaurants eher einfach gehalten, jedoch war das Essen echt gut.
Nach dem gewaltigen Hauptgang, der sich unter anderem aus Fisch, Schweinefleisch, Tofu, Gemüse und natürlich Reis zusammensetzte folgte dann der Nachtisch. Kuchen – zwar gekauft aber trotzdem sehr lecker. Janet hat sogar an die Kerzen gedacht und steckte diese dann schnell auf die Kirsch-Sahne-Schokoladenstreusel Kalorienbombe. Zwei große Kerzen für die Zehner und sieben kleine für die Einser. Ich kann ja gut verstehen, dass 27 Kerzen auf dem Kuchen schon etwas aufwändig geworden wären.
Nachdem das alles verputzt war musste natürlich erst mal ein Gruppenfoto her. Leider mussten sich zu diesem Zeitpunkt einige Leute verabschieden, da sie noch einen längeren Heimweg hatten. Nichtsdestotrotz sind wir dann noch los, um um die Häuser zu ziehen. Das erste “Etablissement” auf unserem Nachtprogramm war “The Beach Club” – Wong meinte, dass er dort schon mal wär und dass der Laden ganz nett wäre.
Leider war er das letzte mal vor zwei Jahren dort und der Laden war schon ziemlich heruntergekommen. Zwar konnte man dort Bier bestellen und es gab auch eine Karaokemaschine, aber die allgemeine Atmosphäre des Ladens war nicht so prickelnd. Also haben wir nur schnell ein Bier gekippt und haben uns danach schnell entschlossen und eine andere Location zu suchen .
Gesagt, getan. Also zurück ins Auto auf in Richtung Kuala Lumpur. Als ich fragte wohin es denn geht bekam is als Antwort nur “Pyramid“. Wie sich nach kurzer Fahrt herausstellte, war damit die Sunway Pyramid Mall gemeint. Den Namen hat sie durch die haufenweise ägyptisch-anmutende Wandzeichnungen , mit denen diese Mall sich schmückt. Unser Ziel war innerhalb der Mall “Club Celona“, warum genau dort hin. Nun ja – sagen wir mal es war “Ladies Night“. Den Rest des Abends haben also dann mit Tanzen, Flirten und ein paar Bierchen verbracht. Wer jetzt auf Fotos der “Ladies” hofft, den muss ich leider enttäuschen, da nach dem letzten Foto leider die Batterie meiner Kamera aufgegeben hat.
Trotz Allem gilt aber weiter:
Mein Geburtstag und alle weiteren verpassten Geburtstage werden, sobald ich wieder zurück bin, ordentlich nach inszeniert und dabei begossen. Wer das hier jetzt als Drohung versteht, hat den Ernst der Lage erst wirklich erfasst.












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