Jeder kocht sein eigenes Süppchen
Heute gab es mal etwas Besonderes zu essen. Neben dem sonst schon genialen asiatischen Essen gibt es noch eine Spezialität die sich “Steamboat” nennt. Eigentlich gibt es zwei Varianten von “Steamboat” – die Japanische, auch genannt “Shabu Shabu” und die Chinesische.
Steamboat ist eigentlich nichts Anderes als ein Eintopf. Aber der unterschied zu normalen Suppen ist, dass man diese Suppe selbst am Platz zubereitet. Man bekommt einen Topf, der sich in einer Aussparung im Tisch versenken lässt. Danach schaltet man die Gasflamme an und füllt heißes Wasser ein. So weit so gut – schön anzusehen, aber bis jetzt besteht das ganze Gericht nur aus kochendem Wasser. Etwas fad für meinen Geschmack.
Um das ganze etwas aufzupeppen sitzt man neben einem Förderband (ähnlich wie beim Running Sushi) auf dem verschiedene Zutaten vorbeifahren. Es gibt Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse, Nudeln und kleine asiatische “Dumplings” (ähnlich den Maultaschen) in beeindruckend vielen Variationen. Je nach Lust und Laune kocht sich also jeder das Süppchen auf das er gerade Lust hat. Ich fand meine Suppe klasse -Rindfleisch, Dumplings, Yee Mee und Gemüse. Die zweite Fuhre war dann etwas Fisch-lastiger – aber nicht weniger köstlich.
03.13.09Feuer frei für die Gulaschkanone
Heute Abend war ich wieder mal bei unserem Servicechef zum Essen eingeladen. Jedoch gab es dieses mal eine kleine Ändeung im Ablauf des Abends. Als wir uns auf dem Weg zu seinem Haus befanden bog er mit quietschenden Reifen und den Worten den Worten “You cook today! German!” in den ansässigen Supermarkt ein. Etwas verwirrt, versuchte ich dann die Situation mit einigen Worten, wie “For how many persons?” und “What kind of food?” zu klären. Die kurzen aber pregnanten Antworten waren “Nine!” und “GERMAN!“.
Gottseidank wusste ich, dass Besteckmesser sehr selten in Privathaushalten in Malaysia sind – also musste etwas her, das gelöffelt werden kann. Ich habe mich dann, in einem Anflug von “Das merken die nie” für Gulasch entschieden. Zwar nicht typisch deutsch aber einfach und leicht für neun Personen zu skalieren. Um kulturellen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen wurde Kurzerhand das Schwein und Rind durch Hähnchenbrust ersetzt. Besser als gedacht – und die Kollegen waren von dem vermeintlich deutschen Essen vollauf begeistert und haben mich sogar zum Teil nach dem Rezept gefragt.
02.24.09Slightly revolting
Ich denke ich habe etwas gefunden – es wurde ja auch mal Zeit – das ich niemals nicht an Malaysia mag. Heute habe ich mir in meinem jugendlichen Übermut eine Flasche grünes Miranda gekauft. Ich erwartete einen säuerlichen, limonigen Citrusgeschmack. Der Name der Geschmacksrichtung hätte mich schon stutzig machen sollen “Cream V“. Aber ehrlichgesagt habe ich darauf nicht wirklich geachtet, da ich ziemlich durstig war. Nach dem ersten Schluck war meine Antwort auf die Frage wie es denn schmeckt “slightly revolting“. Ich denke das sagt einiges. Nach was es jetzt wirklich schmeckt kann ich höchstens als “undefinierbar aber furchtbar süß” beschreiben. Selbst das Internet macht micht nicht schlauer – da finde ich auch nicht raus für was “Cream V” stehen soll.
Abenteuer in der Mall
Nachdem wir heute Vor- mittag nach etwa zwei Stunden den Test beim Kunden erfolgreich ab- geschlossen hatten, wurde es Zeit nach einer Beschäftigung für den angebrochenen Nachmittag zu suchen. Eng Hock schlug vor, wir könnten in der Sunway Mall essen und danach noch etwas shoppen gehen. Als wir in der Mall ankamen überraschte mich die angenehme Kühle, die dort einem entgegen wehte. Zuerst dachte ich “Die müssen einen giganto-riesige Klimaanlage haben“. Kurz darauf fand ich aber den wahren Grund für dieses Phänomen heraus. Die haben da eine Eislaufbahn! – In dem vierstöckigen Einkaufszentrum! – In Malaysia! Malaysia, das Land indem 25°C als kalt empfunden wird, hat eine Mall in der man Eislaufen kann. Zu meiner Überraschung stellen sich die Malaysier nicht schlechter an als der Durchschnittseuropäer auf dem Eis.
Danach haben wir dann vorzüglich im – alle Achtung dem Namensgeber: eine Perfekte Symbiose aus Klischee,und Nerdkultur die einmal komplett durch den IBlender von Apple gejagt wurde – chinesischen “Dragon-I” gespeist. Nachdem wir aufgegessen hatten, vertrieben wir uns ein bisschen die Zeit beim bummeln.
Am späten Nachmittag wurde es dann Zeit für einen Kaffee und eine kleine Pause – also schnell in den ansässigen Starbucks, einen “Grande Iced Vanilla Latte” bestellt und auf die Terrasse zum relaxen. In dem Moment fielen mir fast die Augen aus dem Schädel. Die Eislaufbahn, die mich vorher schon überrascht hatte wurde getoppt. An das Einkaufszentrum sind neben einem Hotel gleich drei – drei(!) – DREI – Vergnügungsparks angeschlossen. Der größte davon ist ein Erlebnisbad mit angeschlossenem Spa, die anderen ein “Horror Park” und ein “Rides Park” mit Riesenrad und Autoscootern.
Verdammt, warum haben wir so etwas zu hause eigentlich nicht? Ich meine damit, man könnte von all dem Shoppingstress wunderbar bei einer Massage oder einem Saunagang entspannen. Oder man geht ein wenig Autoscooter fahren, um sich ein wenig abzureagieren, weil wieder alle Anderen zu langsam gelaufen sind. Oder man relaxt einfach ein bisschen auf dem Riesenrad und genießt die Aussicht. Aber nein – wir bekommen zu Hause bestenfalls ein “Danke für Ihren Einkauf. Besuchen sie und Bald wieder.” auf dem Kassenbon.
age++
Was kann man an seinem Geburtstag abends in Malaysia machen. Tja man kann damit anfangen erst mal ordentlich essen zu gehen. Noch besser, man lässt sich ein Essen organisieren. Auf Grund meiner mangelhaften malaysisch und chinesisch Kenntnisse – geschweige denn Tamil - hat Wong mir geholfen ein gutes Restaurant auszuwählen und zu reservieren. Und was für eins – zwar war die Einrichtung des Restaurants eher einfach gehalten, jedoch war das Essen echt gut.
Nach dem gewaltigen Hauptgang, der sich unter anderem aus Fisch, Schweinefleisch, Tofu, Gemüse und natürlich Reis zusammensetzte folgte dann der Nachtisch. Kuchen – zwar gekauft aber trotzdem sehr lecker. Janet hat sogar an die Kerzen gedacht und steckte diese dann schnell auf die Kirsch-Sahne-Schokoladenstreusel Kalorienbombe. Zwei große Kerzen für die Zehner und sieben kleine für die Einser. Ich kann ja gut verstehen, dass 27 Kerzen auf dem Kuchen schon etwas aufwändig geworden wären.
Nachdem das alles verputzt war musste natürlich erst mal ein Gruppenfoto her. Leider mussten sich zu diesem Zeitpunkt einige Leute verabschieden, da sie noch einen längeren Heimweg hatten. Nichtsdestotrotz sind wir dann noch los, um um die Häuser zu ziehen. Das erste “Etablissement” auf unserem Nachtprogramm war “The Beach Club” – Wong meinte, dass er dort schon mal wär und dass der Laden ganz nett wäre.
Leider war er das letzte mal vor zwei Jahren dort und der Laden war schon ziemlich heruntergekommen. Zwar konnte man dort Bier bestellen und es gab auch eine Karaokemaschine, aber die allgemeine Atmosphäre des Ladens war nicht so prickelnd. Also haben wir nur schnell ein Bier gekippt und haben uns danach schnell entschlossen und eine andere Location zu suchen .
Gesagt, getan. Also zurück ins Auto auf in Richtung Kuala Lumpur. Als ich fragte wohin es denn geht bekam is als Antwort nur “Pyramid“. Wie sich nach kurzer Fahrt herausstellte, war damit die Sunway Pyramid Mall gemeint. Den Namen hat sie durch die haufenweise ägyptisch-anmutende Wandzeichnungen , mit denen diese Mall sich schmückt. Unser Ziel war innerhalb der Mall “Club Celona“, warum genau dort hin. Nun ja – sagen wir mal es war “Ladies Night“. Den Rest des Abends haben also dann mit Tanzen, Flirten und ein paar Bierchen verbracht. Wer jetzt auf Fotos der “Ladies” hofft, den muss ich leider enttäuschen, da nach dem letzten Foto leider die Batterie meiner Kamera aufgegeben hat.
Trotz Allem gilt aber weiter:
01.15.09Mein Geburtstag und alle weiteren verpassten Geburtstage werden, sobald ich wieder zurück bin, ordentlich nach inszeniert und dabei begossen. Wer das hier jetzt als Drohung versteht, hat den Ernst der Lage erst wirklich erfasst.
Lecker Frühstück: Nasi Lemak
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Eines der besten Frühstücke die ich bis jetzt hier in Malaysia essen durfte: "Nasi Lemak"
Reis in Kokosmilch, Sardellen, Zwiebeln, Gurke, Bohnen, Sambal, Tomaten und Ei serviert im Palmblatt eingewickelt in einfaches Papier. *so lecker und ‘chööön ‘chaaarf*
Sowas könnte ich mir eigentlich jeden Tag als Frühstück vorstellen. Ich denke nach einer durchzechten Partynacht würde einen das ganze schnell wieder auf die Beine bringen.
Warum gibt’s das eigentlich nicht bei uns auch?
So is(s)t der Malaie
noheton@nucli.de hat ein Foto gepostet:
Vielleicht fragen sich einige von euch, wie man den in Malaysia zum täglichen Essen geht, wenn doch das Kochen zuhause so unbeliebt ist.
Tja – normalerweise gibt es fast an jeder Ecke so genannte "restorans" in denen sich viele verschiedene Buden aneinander reihen. Normalerweise gibt es mindestens einen Reis- (Nasi) und einen Nudelstand (Mee) – aber auch speziellere Dinge wie Wan Tan oder Dim Sum kann man in großen restorans bekommen.
Geht man also in ein restoran schaut man sich mal zuerst die Buden an und überlegt sich, was man denn jetzt genau essen möchte. Danach sucht man sich ein Plätzchen und macht es sich gemütlich. Sobald man die Getränke bestellt und bekommen hat, macht man sich nochmal auf und bestellt bei den Ständen direkt mit der Tischnummer. Kurze Zeit später taucht dann jemand mit einem Berg an Schüsseln, Tellern und Besteck oder Essstäbchen auf und man bekommt seine Bestellung.
Zu zimperlich darf man jedoch bei den restorans nicht sein. Meist wird das Essen in billigem Plastikgeschirr angekarrt. Und wenn man nicht ganz genau weiß was denn bestellt hat, kann auch mal die eine oder andere Überraschung dabei sein.
Ansonsten gilt dort aber immer "Guten Appetit".
Was ein Fest: Dim Sum
noheton@nucli.de hat ein Foto gepostet:
Heute nach der Arbeit sind die Kollegen aus China und Malaysia noch gemeinsam mit mir zum Essen gegangen.
Daher haben wir uns unter Anderem eine Riesenportion Dim Sum gegönnt. Das Ganze hat dann für fünf Personen inklusive der Getränke nicht mal ganze RM 80 gekostet (~20 €).
Ich denke, ich kann im Moment gar nicht mehr schreiben, denn ich bin immer noch so satt. *puh*
Genting Highlands – Kasino
noheton@nucli.de hat ein Foto gepostet:
Ganz einfach! Ganz oben auf dem Berg versteckt sich das einzige legale Kasino in Malaysia.
Dort oben darf nach Herzenslust gezockt werden. Taki Sai, French Boule, 3 Card Poker und selbstverständlich Roulette. Außerdem gibt es da oben auch noch einen Indoor- und Outdoor-Vergnügungspark in dem Achterbahnen und weitere Attraktionen aufgebaut sind.
Jedoch eins darf man dort jedoch nicht – nämlich fotografieren.
Und eins sollte man vielleicht auch nicht – die Fisch Chips probieren. Fisch Chips? Ja, aber nicht wie Krupuk oder ähnliches – diese hier sind süß!
Erkundung ums Hotel
noheton@nucli.de hat ein Foto gepostet:
Heute nachmittag habe ich bei einem lockeren Spaziergang ein wenig die Umgebung um das Hotel erkundet.
An sich gibt’s hier wirklich alles. Von Massageschuppen zu Supermärkten. Vom Bäcker bis zum Mobilfunkshop. Und natürlich haufenweise Restaurants und Garküchen. Und überall ist an den Häuserfronten bergeweise Werbung.
Gegessen habe ich jetzt noch nicht, aber gegen 19.00 werde ich mit ein paar Chinesischen Kollegen die Gegend bei Nacht erkunden.














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